Bedienung der Diagramme

Tooltips

Die Tooltips werden beim Anklicken oder Antippen des Diagramms angezeigt. Die Messdaten werden alle 10min erfasst. Tooltips sind am Mobilphone und PC verfügbar.

Handy Drehen

Im Hochformat werden bei den Tabellen Skalen aus Platzgründen ausgeblendet. Durch Drehen auf Querformat wird wieder mehr Platz und Skalen und Tabellenspalten werden eingeblendet.

Deaktivieren von Datenreihen im Diagramm

In der Legende kann man durch Antippen die jeweiligen Datenreihe Ein-/Ausschalten. Dadurch vereinfacht sich das Diagramm und die Übersichtlichkeit wird besser.

Toolbar

Das Zoomen (Teile des Diagramms vergrößern) und Panning (Verschieben der Vergrößerung) funktionieren nur am PC.

Zeitzonen und Datum

Die Daten werden nach UTC (Weltzeit) abgespeichert. Das hat zur Folge, dass um Mitternacht für den Rechner im Sommer erst 22:00 ist. Das ist allerdings ein Problem für Auswertung nach Tagen. Die Auswertung nach Tagen erfolgt nach UTC (also genaugenommen von 22:00 bis 22:00). Bei "Aktuell", also 24h rückwärts, hält sich das Diagramm an die lokale Zeit. Bei der Auswertung für ein festes Datum, ist es UTC-Zeit. Das gleiche gilt für Monats oder Jahresauswertungen. In dem Fall erscheint im Titel für den Zeitraum "UTC".

Thema Wind

Wetterstation Herrsching

Die Wetterstation steht in der Herrschinger Bucht auf einem Hausdach am Seeufer in der Nähe des RMDSC in etwa 8m Höhe. Der Ort ist leider von ein paar Bäumen umgeben. Nördlich 0°bis 60° (N - NOO) ist die Abdeckung deutlich, im Süden 150° bis 220° ist eine schwache Abdeckung vorhanden. Im Süden ist die Herrschinger Buch durch die Andechser Höhe generell geschützt.
Die Wetterstationen in Utting und Herrsching haben die Auflösung 1mph (Miles/hour - sie werden in USA gebaut!) entspricht 0.868kts bei einem Messintervall von 2.5s. Daraus ergeben sie die 'Stufen' im Diagramm bei den Böen. Der mittlere Wind wird ausgemittelt

Die Wetterstation ist eine Davis Vantage Pro.
Unter "Wind" wird der durchschnittliche Wind über 10min angegeben. "Windboe" ist die maximale Windstärke innnerhalb der 10min.

Wetterstation Utting

Die Wetterstation, auch eine Davis Vantage Pro, steht auf dem Dampfer des BSV. Die Daten werden viertelstündlich ins Internet gespeichert. Ich werte die Daten 10-minütlich aus, dementsprechend haben zwei 10min-Perioden den gleichen Wert. Der Dampfer liegt am West-Ufer und ist nur leicht abgedeckt gegen West. Also eine gute Datenquelle!

Ammerseeboje

Die Ammerseeboje liegt in Seemitte (Ostwert: 658395 (ETRS89 / UTM Zone 32N), Nordwert: 5316376, Geländehöhe: 533 m ü. NN). Auf der Boje ist die Wetterstation WS502-UMB von Lufft. Die Windmessung erfolgt mit Ultraschall-Sensorik ohne drehendes Windrad. Der Windgeschwindigkeitssensor erfasst alle 60s einen Messwert. Aus den einzelnen Messwerten wird alle 15 Minuten ein Mittelwert gebildet, welcher im Datensammler gespeichert, übermittelt und entsprechend im Internet veröffentlicht wird. Die Genauigkeit wird mit 3% angegben. Die Windstärke wird etwa alle 2 Stunden im Internet veröffentlicht. Es erfolgt keine Ausgabe der Windrichtung. Damit die Grafik zurechtkommt fülle ich die Werte zwischen der letzten Messungsausgabe bis zur aktuellen Zeit mit 0kts auf.
Erfahrungsgemäß sind die Werte der Seeboje insbesondere Nachts zu hoch und entsprechen insgesamt eher den Böen. Die Boje liegt frei und erfasst alle Windrichtungen gleich.
Typisch ist der regionale Unterschied bei morgendlichen Südwind bei warmen Tagen. Früh am Morgen (5:00-8:00) ist am Südende häufig eine deutliche Thermik, während in der Herrschinger Bucht durch die Abdeckung völlige Flaute herrscht.

Starkwind/Sturmwarnung

Der Sturmwarndienst am Ammersee unterscheidet zwischen Starkwindwarnung (40 Blitze/min) und Sturmwarnung (90 Blitze/min). Bei Starkwind wird vor "anhaltenden Wind von 6 und 7 bft (22 bis 33kn)" und bei Sturmwarnung wird vor "Sturmböen von 8 und mehr bft (über 34 kn)" gewarnt.
Es gibt 7 Warnleuchten am See. Die Sturmwarnung wird etwa 1 h vor dem erwarteten Ereignis ausgelöst. (Quelle Sturmwarndienst Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr 2016) Die Warnungen werden manuell in der "integrierter Leitstelle" in Fürstenfeldbruck ausgelöst. Basis für die Auslösung sind die DWD-Unwettermeldungen. Für den Fall, dass der DWD nicht erreichbar ist, kann die Auslösung aber auch von der Polizeiinspektion Diessen oder einer sog. Sturmwarnkommission veranlasst werden.
Die Warnleuchten werden zwischen 7:00 bis 22:00 benutzt.
Auf der Wetterseite von Zebrafell werden die DWD-Unwettermeldungen nach dem Begriff "Ammersee" durchsucht und dann durch ein graues Feld im Diagramm angezeigt.

Thema Temperatur

Temperatur in Herrsching und Utting

Der Temperatursensor der Davis ist an sich gegen Sonneneinstrahlung geschützt. Dennoch ist die Temperaturanzeige der Wetterstation bei Sonne zu hoch. Eventuell liegt es an dem Flachdach, dass anscheinend 2-3° zusätzliche Wärmestrahlung abgibt. Die Temperaturanzeige vom BSV in Utting auf dem Vereinsschiff ist genauer. Der Unterschied wird deutlich in dem Moment, wenn die Sonne scheint. Meterologisch exakt wäre die Messung im Schatten 1m über den Boden.

Windchill

"Windchill" ist eine fiktive Temperatur, die vom Menschen unter bestimmten Bedingungen statt der gemessenen Temperatur empfunden wird. Als Bedingungen hierfür sind eine Temperatur unter 33 °C und eine Windgeschwindigkeit über 6,4 km/h definiert. Windchill entspricht dem Abkühlungseffekt einer unbekleideten Haut bei angenommenen konstanten 33 °C Haut-Temperatur. Die ”empfundene Temperatur” ist näherungsweise mit der sogenannten gefühlten Temperatur vergleichbar, die zusätzlich u. a. auch die Strahlungseinwirkung der Sonne, die Lichtreflexion der Wolken und die Lichtwellenlänge berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt durch das Programm wswin.
Die Windchilltemperatur wird durch die rote Fläche dargestellt. Wenn sich die Aussentemeratur und Windchill unterscheiden, liegt die rote Fläche nicht an der Aussentemperatur-Linie an.

Seetemperatur

Die Station 16602008 in Stegen wird vom Wasserwirtschaftsamt WWA Weilheim betrieben Sie misst die Temperatur an einem festen Stelle (532,22m NHN). Das ist 77cm unter dem mittleren Seestand. Je nach Pegel des Sees ist daher die Messstelle mehr oder weniger tief im Wasser.

Niederschlag/Niederschlagssumme

Niederschlag ist der Niederschlag innerhalb von 10min. Die Niederschlagssumme summiert diese 10min-Werte zusammen. Der Regen läuft aus einem Trichter in eine Waage, die jeweils nach 0.2mm umkippt und damit ein Signal gibt. Daher ergibt sich eine Auflösung von 0.2mm für den Niederschlag. Angezeigt wird nur die Y-Skala für den Niederschlag pro 10min (sonst sind es zuviele Skalen). Die Skala für die Niederschlagssumme hat den Faktor 5.

Sonnenschein

Die Strahlungsintensität wird gemessen und daraus wird im Programm wswin errechnet, ob die Sonne scheint. Das funktioniert zuverlässig, de Sensor wird jedoch morgends bei niedrigen Sonnenstand je nach Jahreszeit unterschiedlich von Bäumen abgedeckt.

Thema Seepegel

PegelNullPunkt PNP

Herr Daamen vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim: Der Pegelnullpunkt bezeichnet den Wert an dem die Pegellatte 0 cm Wasserstand anzeigt. Der Pegelnullpunkt ist ein Wert in absoluter Höhenlage in einem Höhenbezugssystem. Im konkreten Fall sind das 531,51 m NHN (DHHN2016). Dieser Wert ist eingemessen in das amtliche Höhenbezugssystem, das auch die Landesvermessung verwendet. Somit können alle Werte im selben Höhenbezugssystem verglichen werden. Wenn z.B. ein Grundstück auf 551,51 m NHN liegt befindet es sich genau 20 m über dem Pegelnullpunkt. Nun ist es so dass sich zum einen die Erdoberfläche bewegt und dadurch Änderungen entstehen und zum anderen das Höhenbezugssystem von Zeit zu Zeit auf den neuesten Stand gebracht wird. Das führt zu Änderungen am Pegelnullpunkt, der in regelmäßigen Abständen überprüft wird. Im Ergebnis einer Überprüfung kann es sein dass der Pegelnullpunkt korrigiert d.h. geändert werden muss. Würde man die Wasserstände als absolute (NHN-)Höhen messen müssten dann auch alle Werte geändert werden. Deshalb zeigt die Pegellatte vor Ort relative Wasserstände an, bezogen auf den jeweiligen Pegelnullpunkt. Dann kann der Pegelnullpunkt geändert werden ohne dass die Anzeige vor Ort geändert werden muss. Bei der Neuvermessung nach DHHN2016 ergab sich in Stegen -2cm im Vergleich zur bisherigen DHHN92.

Pegel

Das Wasserwirtschaftsamt gibt die Wasserstände in NHN an. Der aktuelle mittlere Seespiegel liegt bei 532,99 NHN. Die Differenz ergibt dann den Wasserstand des Sees, der dem Diagramm zugrunde liegt.

Auslaufschwelle

Herr Daamen vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim: Die Auslaufschwelle war nicht immer da, deshalb gibt es Werte aus der Zeit vor dem Bau, die niedriger sind als es jetzt möglich wäre (falls nicht die Ammer versiegt und der See austrocknet). Diese Werte sind deshalb aber trotzdem aufgetreten und in der Statistik enthalten. Der Sinn der Auslaufschwelle ist zu verhindern dass der Seewasserstand zu weit absinkt.
Die Auslaufschwelle in die Amper ist in Höhe 532,715 DHHN2016. Damit müsste die Amper an der Auslaufschwelle bei mittleren Seepegel (532,99) 27,5cm tief sein. Angeblich ist es der Auslauf des Sees unter der Brücke.